• Freiheit der Wahl

  • „„Jedenfalls bin ich der Meinung, dass eine wahre und innere Freiheit nicht gegeben werden kann; sie kann nicht sein; sie kann nicht einmal erobert werden sie kann nur jeder in sich selbst aufbauen als Teil der Persönlichkeit und sie kann deshalb nicht verloren werden (…) Die Freiheit der Wahl führt zur Würde des Menschen.“

    — Montessori
  • Der Grundsatz der „„Freiheit“ hat in der Montessori-Pädagogik einen wichtigen Stellenwert. Maria Montessori sagt, dass Freiheit nichts ist, was von außen kommt, wahre innere Freiheit kann somit nicht gegeben werden. Sie kann nur als Teil der Persönlichkeit in jedem selbst aufgebaut werden. Um Freiheit aber wirklich leben zu können, ist es notwendig, dass Kinder wissen, wie weit sie gehen und was sie sich selbst zutrauen können. Das bedeutet, dass sie Meister ihrer selbst werden. Freiheit kann dann entstehen, wenn das Kind gelernt hat, mit dem eigenen Willen umzugehen und Selbstdisziplin in sich aufbauen konnte. Dies geschieht, indem es langsam auf die Möglichkeiten mit dem Entwicklungmaterial umzugehen, herangeführt wird. Mit zunehmenden Fähigkeiten erweitert sich auf diese Weise der Entscheidungsfreiraum.

    Wie wir das leben:

    Die Kinder können in unserem Kinderhaus viele Entscheidungen treffen. Jedoch achten wir darauf, dass es Entscheidungen sind, für die sie dann auch die Verantwortung tragen können und die sie nicht überfordern. So ist es ihnen möglich, zu wählen, ob sie mit auf den Spielplatz gehen möchten oder den Nachmittag lieber im Haus verbringen wollen, ob sie lieber alleine oder mit einem Freund einer Tätigkeit nachgehen, ob sie lieber beobachten oder  bei einem Angebot mitmachen möchten. Wir sind der Meinung, dass ein gewisser Entscheidungsfreiraum zu einer Entwicklung führt, die den Kindern Selbstvertrauen gibt und sie zu selbstständig denkenden und handelnden Menschen heranwachsen lässt.

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